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Die Windmühle

Historie

Verlässliche Angaben über den Gründungszeitraum konnten bislang nicht ermittelt werden. Als Baubeginn der Dützer Windmühle ist nach Studium entsprechender Archivunterlagen das Jahr 1808 und für die Fertigstellung das Jahr 1810 anzunehmen. Sie ist die einzige Mühle, die von neun allein in Dützen betriebenen Wind-, Wasser- und Motormühlen überlebt hat und noch mit der ursprünglichen Mahltechnik ausgestattet ist.


Im Jahre 1832 wurden als Eigentümer und Mitbesitzer Karl Meyer und Gottlieb Huck aus Hummelbeck genannt. Auch später wurden die Namen Meyer, Huck - genannt Meyer, und Heuke erwähnt, wobei es sich offenbar um ein und dieselbe Familie handelte.

1902 pachtete der Müllermeister Ernst Busse die Mühle. Anfangs arbeitete er zunächst  noch mit Windkraft. Nach dem ersten Weltkrieg (1914 -1918) baute er dann einen Sauggasmotor als Zusatzantrieb ein, was damals eine völlig neuartige Energiequelle darstellte.

Sein Nachfolger August Tiemann (sen.) installierte 1921 einen noch leistungsfähigeren Motor der Marke "König", so dass bei Hochbetrieb zwei Tonnen Mehl in 24 Stunden produziert werden konnten.


Heftige Unwetter verursachten 1935 an der Mühle große Schäden, die 1941 zur Demontage der Flügel führten. Im Jahr 1950 erfolgte die Umrüstung auf Elektroantrieb. 1961 wurde auch die total verfaulte Mühlenhaube entfernt und der Mühlenstumpf mit einer Betonplatte abgedeckt.

 Nach dem Tod von August Tiemann (sen.) übernahm sein Sohn August den Betrieb. Als Folge des großen "Mühlensterbens" betrieb August Tiemann (jun.) zuletzt nur noch einen Fachhandel für Saatgut, Futter- und Düngemittel.  Im November 1989 gab er den Betrieb auf und ging in den Ruhestand.  1998 verstarb der letzte Dützer Müllermeister.

1990 bot der Eigentümer, Landwirt Wilhelm Heuke, die Mühle mit den Nebengebäuden und Grundstück zum Verkauf an.

Moderne

Auf Betreiben des damaligen Vorsitzenden des Heimatvereins,  Dr. Heinz Grandmann († 1997), fanden sich zwei Dützer Bürger als Sponsoren bereit, den Ankauf des Mühlenkomplexes zu finanzieren. Am 21.05.1990 ging das Grundstück mit Mühlenstumpf in den Besitz des Heimatvereins über. Die Mühle wurde am 17.6.1991 auf einer Kreistagssitzung als letzte in das Mühlen-erhaltungsprogramm des Kreises Minden-Lübbecke aufgenommen.

Am 1.8.1991 begannen die Sanierungsarbeiten.  Nach Durchführung der Putz-, Fug- und Malerarbeiten konnte am 15.10.1991 ein neuer Drehkranz montiert werden.  Das Aufsetzen der neuen Haube mit Windrose erfolgte am 20.7.1992 mit einem Kran. Seit dem 9.6.1993, dem Tag der Flügelmontage, erstrahlt der alte Wall-Holländer endlich wieder im neuen Glanze.

Auch im Inneren wurde Schritt für Schritt die Wiedereinsetzung der gesamten Mühlentechnik betrieben. Unter der fachkundigen Leitung von Wolfgang Kuhlmann vom Mühlenbauhof Frille wurden Mahlgänge, Schälmaschinen, Elevatoren usw. gangbar gemacht und die Fußböden und Teile der Lagerhölzer ausgewechselt.  Seit dem 28.04.1996 kann wieder gemahlen werden.

Die Dützer Windmühle gilt heute als Wahrzeichen des Ortes und ist nicht nur an den Mahl- und Backtagen ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Gruppen können die Mühle auch außerhalb dieser Tage besichtigen.

Terminabsprache auf Anfrage 

 

Technik

Bei der Querschnittsdarstellung kann sich der technisch versierte Betrachter auch ein Bild vom Innenleben machen. 

 

 

Heimatverein Dützen • Zechenstraße 7 • 32429 Minden • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! • Tel.:  0571 - 5090257

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